Heute steht also der letzte “richtige” Wandertag an. Auch merkt man heute, wie populär die Strecke ist und dass es wieder Wochenende ist: über 60 Wanderlustige kommen mir heute entgegen.
Ich starte um 10 Uhr und bin nach zweieinhalb Stunden an der Abiskojaurestugan. Der Abstieg davor ging relativ einfach, eine schöne Pause stellte eine Fotobegegnung mit einem Fjällhabicht dar.
An der Abiskojaurestugan verbringe ich viel Zeit, fotografiere die Rauhfuß-Hühnerfamilie, trinke eine leckere Cola und unterhalte mich mit einer Hüttenwärterin, welche ihren letzten Tag auf der Hütte verbringt und etwa zeitgleich mit mir den Weiterweg antritt.
Ein Erlebnis an der Hütte ist ein kanadisches Grüppchen, bei denen alles “Awesome”, und “yeah” ist. Da lob ich mir doch mein Zelt und die Einsamkeit 😛
Blick von der Abiskojaurestugan
Endlich wieder ein bisschen Zivilisation und Gedröhne.. Not!
Nachmittags laufe ich dann weiter in Richtung “Zeltplatz vor Abisko”.
Herrlichstes Wetter am letzten Wandertag
Den Weg hatte ich bereits mit meiner Mutter zurückgelegt, war also nicht viel neues. Jedoch gut zu laufen und so stehe ich um kurz nach 5 am Zeltplatz.
Beim Abladen der große Schreck: Das Geweih ist vom Rucksack gefallen. Ich mache mich prompt auf die Suche, schließlich will ich das Zusatzgewicht nicht umsonst getragen haben 😉
Obwohl ich 30 Minuten zurücklaufe und wirklich alles am Wegesrand absuche, finde ich es nicht. Missmutig kehre ich zum Zelt zurück, nur um aus dem Augenwinkel das Geweih unter einem Trittbrett etwa 10m vom Rucksack entfernt zu finden… Nach kurzem Ärgern freue ich mich nichtsdestotrotz, schließlich sieht das Geweih auf meinem Fenstersims super aus seitdem 😉
Während eines tollen Sonnenuntergangs unterhalte ich mich mit einem Japaner der derzeit in Aachen wohnt, es kommt zu nerdigen Gesprächen über die Ausrüstung aber auch so lässt sich der letzte Abend toll ausklingen.